Wegen der Vogelgrippe sind Federbälle teurer

Badmintonvereine müssen mehr Geld aufbringen – Massenproduktionen in China und Japan – Tauben als Alternative ungeeignet. Betroffen ist auch der BV  Drömling Danndorf aus dem Landkreis Helmstedt. Badmintonvereine müssen mehr Geld aufbringen – Massenproduktionen in China und Japan – Tauben als Alternative ungeeignet

Von Arne Grohmann

Wegen der Vogelgrippe müssen sich die Badmintonspieler auf Engpässe einstellen. Betroffen ist auch der BV  Drömling Danndorf aus dem Landkreis Helmstedt. Ein echter Federball wird recht aufwändig aus mehreren Gänsefedern zusammengesteckt. Vorwiegend in China oder Japan gibt es zahlreiche große Firmen, die das Spielgerät relativ billig produzieren. Doch wegen der Vogelgrippe gibt es nun strenge Auflagen. Der Rohstoff für die Bälle, die Gänsefedern, wird knapp.

Die Preise für die Federbälle sind bereits gestiegen, hat Danndorfs Vorsitzender Uwe Latussek festgestellt. Bestellt werden in der Regel so genannte Rollen. Darin befinden sich 12  Federbälle. Statt wir bisher üblich 12  Euro müssten nun ungefähr 13,50  Euro pro Rolle bezahlt werden.
In höheren Spielklassen wird mit härteren Schlägerbespannungen gespielt. Dabei bleiben mehr Federbälle auf der Strecke. Ein Ball, dessen Federn abgeknickt sind, hat schlechte Flugeigenschaften und wird aussortiert. In einem normalen Punktspiel mit vier Einzeln und vier Doppeln werden in Danndorf ungefähr drei bis vier Rollen Federbälle verbraucht. Die nicht so stark beschädigten Bälle werden manchmal noch im Training verwendet. Ein Umstieg auf Plastikbälle lehnen die Badmintonspieler ab. Die Flugeigenschaften sind nicht zu vergleichen.
Auch beim BV  Drömling Danndorf muss nun abgewartet werden, wie sich die Vogelgrippe ausbreitet. "Je mehr das ausufert, desto schlimmer wird das", sagt Latussek zu den gestiegenen Kosten.

Der Gänsefedern-Engpass zwingt dazu, über Alternativen nachzudenken. Doch bei einigen – nicht immer ernst gemeinten – Vorschlägen winkt Latussek ab. Beispielsweise hält er nichts davon, dass Taubenproblem einiger Städte für die Unterstützung des Badmintonsports zu lösen. "Die Federn müssen schon eine bestimmte Größe haben", betont Latussek. Insofern haben die Tauben aufgrund ihrer geringen Größe nichts zu befürchten.
Die Spieler schwören wegen der besseren Flugeigenschaften auf Bälle mit echten Federn.
WN-Helmstedter Nachrichten, 9. Mai 2006
{mosimage}

Eine Unterhaltung beginnen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.